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Weihnachtsmärkte, Schlittenfahren auf hügligen Wiesen, Schlittschuhlaufen auf dem zugefrorenen Bodensee, der Schnee am Ufer des Wassers – die kalte Jahreszeit ist am Bodensee besonders schön! Doch welche Auswirkungen haben die Temperaturen und die feuchte Luft auf unsere Haut? Kälte schadet der Haut zwar nicht – im Gegenteil, sie regt sogar die Durchblutung an – doch der ständige Wechsel zwischen kalter Außentemperatur und kuscheliger Heizungswärme begünstigen Lücken in der Barriereschicht der Haut. Und durch diese Lücken entweicht die Feuchtigkeit: Tadaa! Viel Spaß beim Cremen, um dem Körper die ganze entrissene Feuchtigkeit wieder zu geben. Wenn man seiner Haut etwas Gutes tun will, sollte man besonders darauf achten eine fettreiche Pflege zu benutzen, da Fett ein natürlicher Frostschutz ist. Das bedeutet auf Cremes mit Wasser-in-Öl Basis, kosmetische Hautöle oder lipidhaltige Öl-in-Wasser Basis zurückzugreifen. Was ist da eigentlich drin? Doch wenn man einmal anfängt, den Blick auf die Inhaltsstoffe zu werfen, geht der Spaß erst richtig los. Aluminiumsalze verengen die Porenkanäle der Haut und können schon in geringen Mengen Hormone sowie die natürlichen elektrischen Impulse von Nervenzellen beeinflussen. Aromatische Kohlenwasserstoffe stehen unter Krebsverdacht und können das zentrale Nervensystem und die inneren Organe schädigen. Butylhydroxyanisol (BHA) darf laut EU-Vorschrift in Lebensmitteln nur in sehr geringen Mengen vorkommen, da es Magenkrebs verursachen kann, wird in Kosmetikprodukten aber unbekümmert verwendet. Damit Makeup genug Farbe abgibt, werden dem Produkt bei der Herstellung Pigmente hinzugemischt. Leider enthalten diese oft Schwermetalle wie beispielsweise Cadium, Quecksilber oder Blei. Diese können sich dann im Körper anreichern und die Leber, Niere und den Darm schädigen. Naturkosmetik vs. konventionelle Kosmetik Naturkosmetik vs. konventionelle Kosmetik Wenn man die ganzen Nebenwirkungen der chemischen Stoffe so hört, fragt man sich unwillkürlich, ob man nicht komplett auf die konventionelle synthetische Kosmetik verzichten möchte. Besser auf Naturkosmetik zurückgreifen, so lautet der Trend. Nicht ohne Grund, denn neben den Inhaltsstoffen hat die chemische Kosmetik noch ein paar andere Makel. Dadurch, dass die Haut mit allem versorgt wird, was sie braucht, verliert sie die Fähigkeit, sich selber zu regulieren. Die beigefügten chemischen Stoffe sind der Haut auch oft unbekannt und können deswegen nur zum Teil genutzt werden. Und was passiert mit den restlichen Substanzen? Die unbenutzten Inhalte kann der Organismus nicht ausscheiden, das bedeutet, dass sie lange Zeit im Körper bleiben und zu Toxinen werden können. Dabei will alle Welt doch eine Detox-Kur machen. Gut, die konventionelle Kosmetik ist länger haltbar, bleibt aber eben auch länger im Körper. Dazu ist sie auch noch umweltschädlicher als Naturkosmetik. Es gibt also viele Gründe, auf Bio- oder Naturkosmetik umzusteigen.auch hier sollte man genauer hinschauen. Hinter manchen scheinbar natürlichen Produkten steckt viel Chemie. Aussagen wie „mit natürlichen Inhaltsstoffen“ oder „naturidentisch“ sind genau genommen irreführend. Denn natürliche Inhaltsstoffe werden hier chemischen Produkten beigemischt oder chemisch verarbeitet – da bleibt also nicht mehr viel Natur übrig … Manche Verbraucher vertragen natürliche Inhaltsstoffe aber auch schlechter als chemische oder reagieren sogar allergisch. Bei manchen entstehen Irritationen durch Pflanzenauszüge oder ätherische Öle in Naturprodukten. Allergiker reagieren vor allem bei Duftstoffen, Konservierungsstoffen und Haarfärbemittel empfindlich. Bei Parfums sind die ätherischen Öle die Bösewichte. Sie werden oft als natürliche Konservierungsstoffe verwendet, da die Stoffe in ihrer ursprünglichen Form als Pflanze sowie im Endprodukt verarbeitet Pilze und Bakterien fern halten. Deshalb müssen 26 allergene Duftstoffe nach der Kosmetikverordnung der EU seit nunmehr zehn Jahren auch auf Verpackungen besonders gekennzeichnet werden, wenn sie Inhalt von Parfums oder ätherischen Ölen sind. Allerdings sind diese Duftstoffe oder ätherischen Öle nicht nur in der Naturkosmetik, sondern auch in konventionellen Produkten enthalten. Allergiker sollten deshalb immer genau auf die Inhaltsstoffe achten – egal ob Natur- oder konventionelle Kosmetik. Allgemein gelten das Bienenprodukt Propolis und das Wollwachs Lanolin als natürliche Inhalte, die häufig allergische Reaktionen auslösen. 32 BODY & SOUL | KOSMETIK DAS MAGAZIN VOM BODENSEE BIS OBERSCHWABEN


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